1. Juni 2013

MTB-Marathon am Rursee und Rhens-Marathon

Das habe ich mir verdient!

4. Mountainbike Marathon am Rursee


2 Rennen in 2 Tagen, so was kann man machen muss man aber nicht. Auf diese Idee bin auch nicht wirklich ich gekommen sondern die lieben Planer Brüder vom PST Racing-Team, zwecks Leistungsvergleich. Also was soll ich sagen, man fühlt sich
ja herausgefordert und ich bin ja der letzte der hier noch vernünftige Entscheidungen trifft. So wurde es gewiss Samstag 35 km Rennen am Rursee und Sonntag 30 km Rennen in Rhens. Das einzige was dann nicht funktionierte war, das man auch die Eier haben muss das durchzuziehen und so stand ich am Ende alleine da mit 2 Rennen an 2 Tagen.
Jetzt stehen wir hier Samstag 13 Uhr Einruhr und freuen uns das der Dauerregen der vergangenen 2 Wochen aufgehört hat. Auch die Frage ob meine Verfassung meinem Leistungsanspruch entspricht, habe ich seit Montag, an dem ich einen schmerzhaften Trainingsunfall hatte, erfolgreich ignoriert.
Das Rennen am Rursee ist dann ja auch noch so wie ein Familientreffen, man trifft irgendwie jeden der ambitioniert Mountainbike fährt im Raum Aachen.
Das Rennen selber wird für mich eine recht einsame Veranstaltung.DerFührungsgruppe mit Max, Benny und Markus konnte ich nicht wirklich folgen, ich hing immer 5 Meter hinterher. Vor der ersten Steigung hab ich es dann auch aufgegeben ran zufahren, aber das Loch nach hinten war herausgefahren und es kam erstmal von hinten auch keiner mehr nach.
Und die Fahrer zu denen ich auffuhr waren  langsame Mittelstreckler. In der langen Steigung nach Eicherscheid fuhren dann 2 Fahrer vom TUS Schmidt zu mir auf. Da machte ich meinen ersten Fehler. Nachdem einer der zwei einbrach, ging ich dem anderen nicht hinterher, schon wieder allein.
Kurz vor Eicherscheid fuhr Rene von Firebike zu mir auf, wo auch immer er herkam(Nachher erfuhr ich, die Freigabe zum beissen gab es nach dem Kettenriss seiner Freundin).
Das war das Hinterrad das ich brauchte und so ging es in die Abfahrt. Im Belgenbachtal, im Steilstück vor der Holzbrücke gab es dann auch noch eine spektakuläre Showeinlage von Rene. Wild mit den Beinen rudernd, auf der letzen Rille schoss Rene nach der letzen Kurve über die nassen Steine, Zentimeter vor dem Abgrund Richtung Brücke.
Wir hatten Glück das keiner von uns stürzte, ein anderer Fahrer brach sich dort das Schlüsselbein.
Im folgenden Anstieg beging ich meinen zweiten Fehler, indem ich Rene ziehen lies, und nicht energisch versuchte mit zu gehen, denn er und der Fahrer aus Schmidt bildeten eine 6er Gruppe, die  bis zum Ziel über 3 Minuten auf mich allein gebliebenen heraus fuhren.
So kam ich mit 1:42:49 als 23ter Gesamt und auf dem undankbaren 4ten der Altersklasse ins Ziel. Einsam 3 Minuten nach vorne und 4 Minuten nach hinten, Spass hatte ich trotzdem.






14. Canyon Rhein Hunsrück MTB Marathon


Sonntag morgen 7 Uhr das Wetter ist schön und die Beine schmerzen. Ob das heute gut geht. Ich werde es nie erfahren wenn ich es nicht ausprobiere.
In der wunderschönen Altstadt von Rhens treffe ich dann auch die anderen Muschis vom PST-Racing-Team und die Konkurrenz aus der Eifel ( Jan wird nach gestern auch dieses Rennen gewinnen, und Markus seine gute Platzierung bestätigen).
Bis auf Günther werden die anderen die Mitteldistanz über 50km fahren. Die Erwartungen nach dem fernbleiben gestern sind dann auch entsprechend gross.
Da stehen Günther und ich nun am Start vorne mit lauter Zwergen, die jüngsten sind gerade 13 Jahre alt, und je jünger desto weiter vorne wollen sie stehen. Der  Startschuss, wie die Wahnsinnigen jagen die Zwerge davon, ich versuche noch nicht mal mit zu gehen.
Die Oberschenkel brennen, und wo ist die Gruppe in der ich mitfahren kann, noch mal will ich nicht alleine fahren. Am Ende des ersten langen Anstiegs findet sich die Gruppe, 4 Fahrer und es wird schnell, als es dann jedoch abwärts durch die Weinberge geht und der technische Anteil zunimmt, fliegt die Gruppe auseinander.
Ein Fahrer stürzt, ein anderer kann nicht folgen. Unten, mit freier Sicht auf das Rheinhochwasser, sind wir nur noch zu zweit, aber wir harmonieren auf dem folgenden Anstieg und machen Plätze gut.
Auf diesem Mittelstück sammeln wir wieder eine 5 köpfige Gruppe zusammen, aber auch die fliegt in einer der Abfahrten wieder auseinander. Obwohl was heisst hier Abfahrt. Da ging es halt auf so einer Forstautobahn den Berg runter, aber irgendwie war gerade Gletscherschmelze. Der ganze Weg war auf knapp einem Kilometer ein knöcheltiefer Fluss. Da Muschis ja wasserscheu sind, hiess es Vollgas zu fahren und nicht nachdenken.
Danach waren wir wie schon vorher wieder zu zweit, und kämpften uns durch den Schlamm Richtung Ziel.
2 Kilometer vor dem Ziel war es dann vorbei mit unserer Romanze, mein Partner stürzte im Schlamm und ich hatte einen 13jährigen Kampfzwerg im Nacken. Er wollte mit der um alles in der Welt vorbei und schaffte das auch.
Wie von Sinnen trat er in die Pedale. Obwohl ich ihm zweimal zurief, das ich nicht mehr atakiere machte er weiter den Hamster und knallte prompt 1m vor dem Ziel in die Bande. Er hat es genau anders herum verstanden.
Und ich habe es endlich geschafft, Podest 3ter Platz in meiner Altersklasse in 1:27:34 und 36ter Gesamt bei 360 Teilnehmern.
Der alte Mann der als Kind in ein Fass Koks gefallen ist, ist zufrieden denn, 
Das hab ich mir verdient!