20. Juli 2013

Alpencross Tag 1: Bericht (von Markus)

Nach langen Monaten der Vorbereitung und einer kurzen Nacht ist es heute endlich soweit. Die Vennbiker haben die schöne Eifel verlassen und starten ihren 1. Alpencross.

Tag 1 - 58 km - 2350 hm

An der jungen Isar in Scharnitz treffen wir unseren Guide Mike und unseren Busfahrer Nick. Der Bus nimmt nicht nur unser Gepäck sondern auch den kleinen Bike-Ersatzteil-Laden erstaunlich klaglos auf. Und schon rollen wir entlang dem Karwendelbach bei mäßiger Steigung durch ein grandioses Tal. "ist das Wasser im Bach immer so tuerkis?" und "oh" und "Ah" und "guck mal hier den Berg" und "da den Wasserfall". Der Eifler staunt, wie schön es hier ist. Nach kurzem Einrollen eine kurze Vorstellungsrunde mit Mike. Wer bist du und was erwartest du von dieser Woche? - Muschi-Mario, Till, Werner, Philipp, Denis Mac Hartmann, Bernd, Ingo und Markus, und alle haben Respekt vor der Herausforderung und wollen natürlich vor allem Spaß. Dann kommen die ersten Steigungen. Die üblichen Verdächtigen bestimmen vorne das Tempo. Mike:"Ich hoffe wir starten nicht zu schnell"! Aber das geht dann beim ersten Berg halt nicht. Mit zuviel Energie ist die Spitzengruppe nicht zu halten und kommt erst am Karwendelhaus beim (natürlich Alkoholfreien) Weizen zum stehen. Von hier geht es in rasanter Abfahrt zum kleinen Ahornboden, wobei schon die ersten näheren Bekanntschaften mit dem hiesigen Schotter gemacht werden, zum Glück alle ohne größere Schmerzen. Nach kurzer Rast geht es gemeinsam! über einen netten Trail aufwärts. Und schon gibt es die ersten Verluste zu beklagen: Bernd fehlt. Mike rollt zurück, kein Bernd! Wird wohl den falschen Weg und ins Tal gerollt sein. Was nun? - erst lautstarkes rufen von Mario führt zum Erfolg - Bernd gibt Laut. Da isser wieder, war tatsächlich Richtung Tal gerollt, zum Glück nur bis zum nächsten Abzweig.

Wieder vereint geht es erst auf nettem Trail und später auf breitem Forstweg Richtung Falkenhütte. Eine mächtig steile und laengliche Rampe bringt uns alle ins Schwitzen und dem ein oder anderen die erste anstrengende Schiebepassage des Tages, es sollte nicht die letzte bleiben! Das Mittagessen auf der Falkenhütte haben wir uns jedenfalls verdient. Bei grandioser Aussicht auf die Lalidererwände und den Trail Richtung Engalm, den wir danach geniessen dürfen. Unterwegs raten uns 2 Ranger noch dringend von der Weiterfahrt ab. So erwarten wir eine halsbrecherische Wegführung und finden einen technisch anspruchsvollen und fantastischen Downhill-Trail bis in die Eng. Auch hier wieder Verluste: Mario hat bei dem Spaß sein Schaltauge gehimmelt und darf erst mal schrauben.

Die anschliessende Auffahrt zur Lamsenjochhütte erweist sich als nächstes Sahnestückchen des Tages. Beständig steil geht es auf grobem Geläuf stetig bergauf. Das kostet richtig viele Körner. Eine längere schiebepassage gibt allen den Rest. Endlich oben auf der Lamsenjochhutte sind wir ziemlich platt. Und da es schon später am Tag ist, drängt Mike zur baldigen Abfahrt. 1500 Höhenmeter surfen wir durch steile grobschottrige Pisten, der eine vorsichtig, der andere (Denis) im Tiefflug. Auch hier wieder Verluste zu beklagen, ein Armling übersteht den Bodenkontakt nicht unbeschadet. Im unteren Teil treffen wir auf das letzte Schmankerl des Tages: der Alpinsteig erinnert uns in grandioser Weise an die Wald-Trails in der Eifel. Das Grinsen im Gesicht geht gar nicht mehr weg. Schließlich am Zielort Schwaz angekommen sind sich alle einig: Fantastischer Tag, mörderanstrengend, genau, das was wir wollten.

Grosses Lob an Mike: Tolle Streckenführung, das häufigste Wort in diesem Bericht: grandios!