5. Mai 2014

Marathon in Wetter - Sonne, Trails, und Schlange stehen

Diese drei (5) Schlagworte fassen das Rennwochenende in Wetter (Ruhr) ziemlich gut zusammen.
Mit dabei waren Michael, Ingo und ich. Auf Michaels und meiner Agenda standen 32KM mit saftigen 1100HM.
Ingo setzte noch einen drauf und quälte sich über 55KM und 1800HM


Das erste Rennen der Saison stand an!!!
Ich musste leider mit dem Zug aus Lübbrechtsen anreisen. Mein Wecker klingelte schon um 5.00 Uhr und nach einer 4,5 stündigen Zugfahrt traf ich etwas genervt in Wetter an der Ruhr ein. Nachdem der Startpunkt endlich gefunden war, traf ich mich mit Ingo und Michi um die Beine für die kommende Anstrengung etwas warm zu fahren.
Wir müssen uns nichts vor machen, Ambitionen auf irgendeinen guten Platz hatte sowieso keiner. Am heutigen Tag stand der Spaß im Vordergrund!

Beim diesjährigen Ruhrbike Marathon wurden die Fahrer nach ihrer Startnummer in Blöcke eingeteilt. Die Blöcke starteten im 20Sekunden Abstand, wodurch der Stau an den Engstellen auf der Strecke entschärft werden sollte. Man wollte aus den Fehlern der letzten Jahre lernen. Nette Idee, welche jedoch leider nicht richtig funktionierte.

Aufgrund der späten Anmeldung startete Michi in Startblock 4 und ich in Startblock 3. Somit hieß es auf den ersten Kilometern Plätze gut zu machen. Die klappte auch zu Beginn ganz gut. Es bildete sich eine Gruppe von schnelleren Fahrern. Schnell waren einige „langsame“ der vorderen Startgruppen überholt.
Als man dachte, dass man nun aus dem gröbsten raus war, bildete sich der erste Stau. Der zweite ließ auch nicht lange auf sich warten. Die traillastige Strecke bot auf den weiteren Kilometern nur wenige Möglichkeiten Plätze gutzumachen. Es wurde aufgrund der Trails nun schwierig in einer Gruppe zu fahren. Die technischen und konditionellen Unterschiede im Up- und Downhill waren zu groß.

Die Uphill Passagen waren teilweise knackig und ließen den Puls gut durch die Gegend springen.
Die gefürchtete Schlüsselstelle führte hoch zu einer Burg, wo gerade eine Hochzeit stattfand.
Der Reaktion des Brautpaars zu urteilen, fanden diese es nicht ganz so toll, dass einige hundert Biker ihren Ehrentag sprengten. Naja kann man nix machen, wenn auf jedem Hochzeitsfoto ein verschwitzer Biker durchs Bild huscht.

Bei Kilometer 25 war ein richtiges „Highlight“ eingebaut. Alle Fahrer wurden eine Stahlwendeltreppe heruntergeschickt. Genau das richtige für die bereits müden Beine. Anscheinend hatte sich das Orga Team auf die ToDo Liste geschrieben, die Anzahl der Beinkrämpfe im Vergleich zum letzten Jahr zu steigern.


Am Schluss stand noch ein knackiger Anstieg zum Zielgelände auf dem Plan.
Bei strahlendem Sonnenschein sprangen am Ende für uns drei folgende Zeiten heraus:
Michi                    2:05:19h /18.AK
Philipp                  1:51:50h /13.AK

Ingo                      4:01:28h /58.AK 

Trotz der Wartephasen und der punktuell etwas komischen Streckenführung war es ein super Event. Die Strecke war anspruchsvoll und hat echt Spaß gemacht. Ein guter Auftakt in die Rennsaison ;-)


Ingo sorgte bei seiner Zieleinfahrt noch für das beste Zielfoto!!!

...weitere Bilder folgen...