22. September 2014

Ali Muschi, Baba Till und die 40 Zweierteams, eine Geschichte aus 52393 Hürtgenwald.

Vor langer Zeit da lebte ein Radsportverein im dunklen Hürtgenwald namens BSV Profil.
Es war ein guter Verein, aus dem tolle Radsportler hervor gingen.
Aber eines fehlte ihnen zum glücklich sein.
Sie hatten kein eigenes Rennen das sie ausrichten konnten, um die Bikejünger der Nordeifel und des Venns glücklich zu machen.


Sie rieben und rieben an jeder Wunderlampe die sie fanden, doch nie wohnte ein Dschinn in ihr.
So zogen die Jahre ins Land und der BSV zog von Rennen zu Rennen und von Lampe zu Lampe, bis sie die Lampe fanden und der binnen wohnende Dschinn ihren Herzenswunsch erfüllte:
Ein eigenes Rennen auszurichten im eigenen Wald.
Nein, aber nicht irgend so ein Rennen.
Es musste was anderes her, etwas dass es hier, im Land des Regens und der kleinen diebischen Bergstämme, noch nicht gab.
Simsalabim dreimal schwarzer Kater ein 4 Stundenrennen für Einzelfahrer und Teams ward geboren.


Die Kunde vom großen Wettstreit im dunklen tiefen Hürtgenwald verbreitete sich in Windeseile.
In einer grossen Stadt dicht bei lebten zu dieser Zeit einige Jünglinge, die nichts mit ihrer Zeit anzufangen wussten und sich diese auf ihren Rädern vertrieben. Das machten sie gar nicht mal so schlecht.


Als die Nachricht aus dem Dorfe Vossenack sie erreichte, war auch ihnen klar, dass sie, aus dem Stamme der Vennbiker, an diesem tollen Ereignis teilhaben wollten.
Sie hießen Ali Muschi und Baba Till und wollten als Team in den Wettstreit treten.
Als die anderen aus dem Stamme dieses hörten, ließen sie es sich nicht nehmen ihre Freunde zu begleiten.
So kam es das Ibn MacHartmann mit Mehmet Linzemeier und Samson Micha mit Pascha Toby auch an den Spielen teilnahmen.
Aber zuvor musste das Wettkampfgerät in der Karawanserei Feuerrad für den Zug über die Hänge an den Wassern der Kall ertüchtigt werden.
Großwesir Arndt und Kleinwesir Benni erfüllten wie schon in den Jahren zuvor alle Arbeiten mit Hingabe zum Detail.




So sammelten sich all die edlen Recken aller Stämme der Umgebung, sich zu messen in ihrer Manneskraft, an einem Tage im September des Jahres 2014.
Der Ort des Turniers im dunklen Hürtgenwald war die Stelle wo die Franziskaner das Wort Gottes verkündeten, unweit des grausig wilden Tals des Flusses Kall.




Dort standen sie nun die Kämpfer und Streiter der Stämme, Vennbiker, BSV Profil, SV Einruhr, Firebike, Wutz on Wheels, RRC Düren, Cycleteam Hergarden und der vielen anderen Stämme aus nah und fern, um sich zu proben in Mut und Ausdauer.



Der Turnierplatz an der Gebetsschule der heiligen Männer des Franziskus bildete das Zentrum des Geschehens mit Wechsel und Verpflegungszone für Streiter und Gäste.
Der durch die enthusiastische Arbeit der Brüder aus dem Stamme BSV Profil entstandene Rundkurs ließ keinen Wunsch der anwesenden Recken offen.
Eine 5,3km lange Runde ohne Asphalt, dafür mit Wald und Wiesenwegen, und einer verzückenden den Wagemut herausfordernden Abfahrt.
Als besondere Attraktion des Zirkus Infernale, gilt es die Uphills mit 140hm zu vermerken.
Ein 400m langer steiler Karrenweg, durch tausende Karawanen begangen, und der finale Anstieg durch den Bikepark, sollten sehr wohl die Spreu vom Weizen trennen können.


Leider wurde die Felswand des Grauens nicht in den Rundkurs eingebaut, aber auch ohne dieses ultimative Wagnis würde dieses Rennen an den Tischen der Schänken besungen werden.
Die Felswand des Grauens im März bei der Erstbezwingung

Also ihr Windhunde,  hoch die Tassen und auf zum Gebet, auf das uns diese 4 Stunden verzücken werden, und Heldenlieder den Weg aus den Teehäusern und Tavernen finden mögen.




Ein Piff ein Paff und die Meute flog über die ersten und letzten Meter Asphalt des Tages.
Ali Muschi, Samson Micha und Ibn MacHartmann gingen als erstes in die Runde zu Heldentum und Glorie. 
Auf dieser ersten von zehn Runden folgte Ali Muschi dem Ruf nach Glorie zu enthusiastisch.
Es wurde sofort bezahlt auf Heller und Pfennig, chronische Schnappatmung für 3 Heller, Laktat für 80 Pfennig.




In dieser Wüstenei zu fahren, trieb die Kämpen schnell an die Leistungsgrenze, der gefürchtete Wiesenweg im Zentrum der Flucherei über Grip sein oder nicht sein.




Es folgte Wechsel um Wechsel, Samson Micha/Pascha Toby und Ali Muschi/Baba Till behaupteten die Plätze 7 und 8 in der Hackordnung des Feldes.
Es begab sich in der Mitte des Wettstreites das der Dschinn ins Rennen trat, der Dschinn den der Arthur vom Team RRC Düren gefrühstückt hatte. Er vernebelte Arthur die Sinne und holte Ali Muschi bei 35km/h fast vom Rad, da er seiniges nicht unter Kontrolle hatte.
Da musste Ali Muschi schnell an seiner Wunderlampe reiben, und er hatte Erfolg, beide blieben im Sattel.
Glück hier, Pech dort, Pascha Toby wurde vom Plattfuß-Dschinn verfolgt und erlegt.
Dieses Unglück konnte die 2 Vennbiker aber nicht dauerhaft von Platz 7 vertreiben.




Des Feuerrads Günther, dem Mann dessen Beine nicht wissen, dass sie über 40 sind, eine Grimasse vor sich her fahrend, drückte das Besondere dieses Wettkampfs in einem Satz aus.
"Mir geht es schlecht, hier kann man sich nirgendwo auf der Strecke erholen"
STIMMT!!!!!!
Aber so schlecht möchte Ali Muschi und Baba Till auch mal aussehen, wenn es dann ein Podium würde, dachten der Ali und der Baba sich.



Das ist Kleinwesir Benny auf der Suche nach seiner Wunderlampe.     
 Ibn MacHartmann und Mehmet Linzemeier zogen ihre Runden in der Hoffnung, dass das Heldenwetter den Vennbikern und der Tussi aus Laimisch die Chance nach vorne eröffnen würde. Der Stamm der Vennbiker und der Tussis waren für ihre Schlechtwettervorliebe bekannt.
Und manchmal gehen Wünsche in Erfüllung, wenn auch nicht ganz.
1000 Dschinns im Orchester des Himmels spielten die Oktaven von Blitz und Donner.
Was wurde erst begrüsst, wurde dann zum Fluch.
Es war den Helden nicht gegönnt mehr als eine Runde Heldenwetter zu fahren bevor der Wettkampfrichter zum Rückzug blies.
Aus und vorbei aus vier Stunden mach drei.



Da standen sie da, die Bezwinger des dunklen Hürtgenwaldes und freuten sich über das Geleistete des Tages.

Vennbike Michael/Toby 7.Platz
Vennbike Muschi/Till 8.Platz
Tus Laimisch/ Vennbike Ralf /Denis 19.Platz
Firebike Günther 7.Platz/3.Platz AK
Kleinwesir Benny im 4er auf den 4.Platz/2.Platz AK

Danke an unsere Fotographen, Michael,Gunnar und Udo vom Tus Lammersdorf
an Firebike für den wie immer hervorragenden Support,
an Holger Rieck und Markus Lienert für die Bildbearbeitung

Am Ende einer guten Geschichte findet der Prinz seine Prinzessin, oder umgekehrt.
Man kann sich viel wünschen aber nicht immer alles bekommen, wie man sieht.
Aber Pink is beautiful und Bratwurst macht jeck.