14. Mai 2015

Das sechsfache Talsperrenmonster...


Nachdem wir ja letztes Jahr, zum Einstand in die Saison, uns der hiesigen Talsperren angenommen hatten mit der 4Gewinnt-Tour, liegt es natürlich recht nahe das zu wiederholen. Talsperren gibt es bei uns genug und kilometertechnisch können wir auch mit Sicherheit einen drauf setzen. Treffpunkt ist Bahnhof Konzen 10 Uhr. Da heißt es früh aufstehen, angereist zum Treffpunkt wird mit dem Rad. Somit hatten 3 von uns vor Tourbeginn schon über 30km auf der Uhr. 10 Freunde sollt ihr sein, Vennbiker, Rapiros and friends, eine illustre Truppe findet sich somit zusammen die Talsperrenmonster zu bekämpfen.
Da neben mir auch noch einige andere der Truppe dieses Jahr diverse Langstreckenrennen zu bestreiten haben, kommt diese ü120km Tour genau richtig zum eingewöhnen. Da Talsperren ja nie auf dem Berg liegen, sondern sich wie die Monster unserer Kindheit eher unten am Fußende verlustigen, geht es erstmal bergab zur Dreilägerbachtalsperre. Und weil unsere belgischen Nachbarn auch schon immer die interessantesten Staumauern bauen konnten verlassen wir nun Deutschland Richtung Belgien, Hohes Venn und die Ausläufer der Ardennen. Wesertalsperre, Stopp mit Gruppenfoto und weiter zum Lac Gileppe mit seinen bekannten Löwen an der Staumauer. Jetzt werden Höhenmeter gesammelt. stetig geht es bergauf ins Hohe Venn bis wir in der Bontrange den höchsten Punkt Belgien mit 694m passieren.
Hunger macht sich breit, die Rapiroregenrennmaus wird zickig. Es ist Zeit für Crepe, Kaffee, und lecker Leffe. Also ab zum Lac de Robertville. Heute ist Vatertag und darum müssten wir eigentlich hier, heute und jetzt, im Renntempo durch die Gegend hetzen. Nur fällt dieses Jahr leider das "Les Cimes de Waimes" im Wasser und wir begnügen uns damit Teile der Rennstrecke mal anders herum zu befahren.
Wenn sie nicht mehr schimpfen sind sie satt. Nach diesem Motto verfahrend geht es weiter zur Talsperre Büttgenbach. Dann verabschieden wir uns über die Grenze nach Deutschland, um noch einen Abstecher zur Oleftalsperre zu machen. Erste Ermüdungerscheinungen machen sich breit. Auf den letzten Kilometern zum Bahnhof Konzen versuchen wir noch ein Mannschaftszeitfahren zu praktizieren, dies scheitert jedoch an Visionen von Bierseen, Frittenbergen und Currywurstplantagen. Der vor einer Stunde eingesetzte dauerhafte Landregen tut sein übriges. Die darüber erzielten Langstreckenkilometerrekorde sind auch der Motivation abträglich. Aber das Tagesziel von 120km wurde erreicht. Nein nicht ganz. Bei mir stehen 150km auf dem Tacho, das reicht mir nicht. Da bau ich mir doch direkt nochmal die Wesertalsperre ein und fahre hier und da noch einen Umweg um mal auf eine halbe 24h Distanz zu kommen. Das Wetter motiviert zu Trotzhandlungen und das spärlich werdende Licht wird ignoriert.
Am Ende manifestieren sich die Talsperrenmonster auf unseren Tachos. Von 120km/1600hm über 163km/2200hm bis 212km/2700hm wird gesammelt was das Zeug hält um das Talsperrrenmonster zu füttern, bis wir nächstes Jahr wieder kommen. Am Ende fahren 10 Fahrer gute 1300km mit 18300hm zusammen. Herrlich
In diesem Sinne - Think Pink , eure Muschi