16. Juni 2015

Bikemanöver mit Trailgeballere auf dem Truppenübungsplatz Elsenborn


Heute ist wieder einer der seltenen Tage wo auf dem belgischen Truppenübungsplatz Elsenborn nicht mit scharfer Munition geschossen wird. Heute wird mit Reisfladen, Lüttich Waffeln und Jupiler Bier zurückgemampft. Rita hat wieder geladen das Camp Elsenborn zu erfahren und es uns am Kuchenbuffet gut gehen zu lassen. Mit unserem finanziellen Betrag werden Spendenprojekte in Malawi unterstützt. Eine kleine und feine Sache die Unterstützung verdient:

                                                     Kleine Schritte für Malawi



10 Uhr Sammelstelle Sporthalle Elsenborn, wie schön das sich zu Arne und mir noch 3 IBC Avatars in Fleisch und Blut dazugesellen. Marco und Jürgen vom B-Team aus der Vulkaneifel und unser Wortakrobat Peter vom Rhein und mit Fat-Bike komplettieren die Gruppe. Und nicht nur die gesellige Truppe verspricht Spaß sondern auch das Wetter. Es ist schlichtweg das Beste, was die Eifel zu bieten hat.



Aber aufgepasst der Truppenübungsplatz hat es in sich: Verlassen der Wege verboten.
Das wäre ja auch zu schade wenn da ein paar Kadaver in der Gegend rum liegen nur weil irgendein Relikt aus Schiessübungen der belgischen Armee uns den Tag versaut. Schon bei preussischen Soldaten wurde der Spruch Oh Elsenborn, oh Elsenborn, dich schuf der Herr in seinem Zorn“ gerne rezitiert. Heute wird der 1893 durch Preußen gegründete Truppenübungsplatz immer noch durch NATO und die belg. Armee zu Schießübungen genutzt. 
Es geht auf die Panzerstraße und die wird wieder verlassen, um auf den neu angelegten CC-Kurs zu fahren. Super tricky und wurzellastig ist er angelegt. Trocken ein echtes Erlebnis, wird er nass zur echten Herausforderung mutieren. Und da ist es passiert. Eigentlich soll man ja denken, dass Fatbiker nicht so schnell verloren gehen, wegen FAT. Gut, nun ist unser Pete eher ein Hänfling seiner Art aber das Fatboy nicht. Trotzdem ist er weg, und wir ziehen weiter mit einer Träne im Auge. 





Es geht kreuz und quer über den Truppenübungsplatz, über Panzerstraße und Wege, die diesen Namen nicht verdient haben. Und dann ist da noch die Gefahr durch das gemeine Camp Elsenborn Wasserloch! Merke, Wasserpfützen hier sind häufig Attrappen. Den Spruch "Wo Wasser ist , ist auch Grund" sollte man nicht testen. Viele Wasserpfützen sind eigentlich Schächte oder, noch schlimmer! Wurmlöcher. Einmal reingefallen und weg ist der Biker, alles schon gesehen. Jetzt machen wir uns doch Sorgen um den Pete. Und da, wie aus heiterem Himmel, springt uns aus dem Unterholz ein Fatboy mit blauem Fahrzeugführer an. Gut, das das andere Ende vom Wurmloch, direkt hier in der Nähe, den Pete wieder ausgespuckt hat.



toxologisch wertvoll



In der Nähe von Kalterherberg verlassen wir den Truppenübungsplatz in Richtung Fuhrtsbachtal. Einmal ganz runter und wieder rauf, dann wechseln wir ins Perlbachtal. Dort, wo im Geheimen, die sagenumwobene Perlbachmuschel ihr verstecktes Dasein fristet, geht es wieder rauf zur Elsenborner Höhe, zurück auf den Truppenübungsplatz.
Wir passieren verbranntes Land, WARUM? Das hat mit den Munitionsresten, insbesondere Phosphor, zu tun. Da entzündet sich schon mal was selber. Da sind aber die TNT Verschmutzungen schlimmer. Diese Rückstände verschmutzen die Trinkwasserversorgung von Monschau.






Weiter, weiter, weiter, über Stock und Stein, durch Reifenspuren so tief, dass das passende Fahrzeug dafür noch geboren werden muss, geht es dem Ende entgegen. Ein feiner Trail entlang der Kaserne und ein langer wurzelartig zurück nach Elsenborn-Dorf machen die 55km voll. Frisch gezapftes Jupiler wartet auf uns. Eine verdiente Belohnung zum belgischen Reisfladen.

Bis nächstes Jahr, Prost eure Muschi.



Der kleine Arne kann jetzt abgeholt werden