28. Februar 2016

Der Herr der Ketten-Ringe "Prolog"


Die Serie "Der Herr der Ketten-Ringe" ist entstanden, weil ich meine guten und schlechten Erfahrungen mit dem Umbau von 3x10 Schaltung auf 1x10 Schaltung, zur persönlichen Verarbeitung niederschreiben musste. Da bot es sich an, das Ganze in unserem Blog zu tun, um es der Community zugänglich zu machen.

Die Serie, wird inklusive diesem hier, aus drei Teilen bestehen. In diesem Prolog möchte ich kurz das Warum und die Ausgangslage klären. Im zweiten Teil werde ich darstellen, vor welche Probleme mich der Umbau stellte, der dritte Teil wird einen Fahrbericht der umgebauten Schaltung beinhalten plus einen Vergleich zwischen einem runden und einem ovalen Kettenblatt.

Ich bin ein Anfänger was das Mountainbiken betrifft. Dazu gekommen bin durch eine Knie-OP vor zwei Jahren, die nicht heilen wollte. Um den Heilungsprozess zu beschleunigen, bin ich aufs Rad gestiegen und die Bewegung des Knies sorgte relativ schnell für eine wesentliche Verbesserung der Situation.

Damals fuhr ich noch auf meinem 20 Jahre alten Stahl-MTB von Univega mit einer genauso alten 3x10 Schaltung. Im März 2015 wurde modernisiert und ich kaufte mir ein Univega Summit LTD 29 Zoll mit 3x10 XT Schaltung.



Nach ein paar Wochen war ich mit dem MTB Virus infiziert und ich saugte alles auf, was in der einschlägigen Fachpresse dargeboten wurde. Ich lernte, dass es auch andere Varianten der Schaltung gibt, aber meinem Empfinden nach, war das nur was für die Cracks und Profis mit den dicken Beinen, nix für mich Freizeitradler. Die Wochen zogen ins Land und ich war zufrieden mit meiner 3x10 Schaltung.

Dann kam ich mit den Vennbikern und der Rennszene in Kontakt und ich musste feststellen, dass die 3x10 Schaltung sowas von 80er war, um mich herum wurde 2fach oder 1fach gefahren. Aber ich war noch nicht soweit! Das wurde auch bei meinem ersten Rennen am Rursee klar, denn ich musste etliche Male die Kombination 22/36 bemühen, um die Berge hoch zu kommen. Auch auf diversen Vennbike-Touren in der schönen Eifel und einer Urlaubstour mit Tom „die Wutz“ Becker in den Voralpen war die Kombination zwingend notwendig!



Die Wochen zogen ins Land und damit stieg auch der Kilometerstand und die Leistungsfähigkeit. Mittlerweile stellte ich auch bei mir den 3x10 Antrieb in Frage, denn die meiste Zeit fuhr ich auf dem mittleren Kettenblatt und ich fand es lästig darüber nachzudenken, ob ich in bestimmten Situationen besser das kleine Blatt bemühe oder das mittlere. Das große Blatt wurde von mir nur auf schnellen Asphaltpassagen benutzt, die man beim Mountainbiken ja ehr selten hat.

Im November 2015 war es dann soweit, der Antrieb hatte 6000km gelaufen und war verschlissen. Es war alles durch bis auf das große Blatt. Der beste Zeitpunkt um etwas zu ändern. Die Entscheidung fiel realtiv zügig auf den 1fach Antrieb, da ich weg wollte von der unnötigen Überschneidung von Gängen bei 3fach und 2fach, und ich auf die saubere Optik mit einem Kettenblatt auf der Kurbel und einem Rahmen ohne Umwerfergeraffel stehe. Damit war der Umbau beschlossene Sache und ich konnte ans Werk gehen.